Stilllegung der
Deponie Westerwiehe II

 

Auf der Deponie Rietberg-Westerwiehe II wurde bis zum Jahr 1990 Hausmüll aus dem Kreis Gütersloh eingelagert.  Zur endgültigen Stilllegung dieser Deponie  (DKII)  bedurfte es einer  Oberflächenabdichtung, die in 2012 fertiggestellt wurde.
 
Die vorbereitenden Arbeiten liefen schon seit dem Jahr 2007. Dazu gehörten die Überprüfung der geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse vor Ort, die  Wahl  eines  geeigneten  Abdichtungssystems  und  die  Genehmigung  durch die  Bezirksregierung  in  Detmold.  Parallel  wurde  unweit der  Deponie  ein Bodenzwischenlager eingerichtet und eine Ausgleichsschicht  auf dem Deponiekörper aufgebracht.
 
Im  Frühjahr 2010  wurden  in  einer  Ausschreibung  sieben  Angebote  von Baufirmen ausgewertet. Nach den abschließenden Bietergesprächen erhielt die Firma Köster GmbH aus Osnabrück den  Zuschlag für die  Bauausführung von insgesamt  4,5  ha. Mit der Firma Köster GmbH wurden  bereits  beim  Bau  der Oberflächenabdichtung der Deponie Rietberg-Westerwiehe I gute Erfahrungen gesammelt.

Die geplante Bauausführung sieht eine Kombinationsabdichtung vor. Hierzu werden auf der nach Norden ausgerichteten Böschung eine mineralische Schicht aus Ton und  eine Kunststoffdichtungsbahn  (KDB)  aufgebracht.  Die  nach  Westen,  Süden  und  Osten  ausgerichteten Böschungen  werden  mit  einer  mineralischen  Abdichtung  und  einer  KDB  hergestellt.  Auf  einem Feinplanum (bestehend aus 15 cm Sand) werden eine Bentonitmatte, eine KDB und eine Dränmatte verlegt.  Die  aufzubringende  Rekultivierungsschicht  mit  einer  Gesamtstärke  von  1,60  m  wird  mit einer  extensiven  Grünlandmischung  eingesät.  Dieses  Grünland  und  die  nach  Abschluss  der Bauarbeiten   zu   erfolgenden   Anpflanzungen   tragen   später   zu   einem   abwechslungsreichen Landschaftsbild bei.
 
Die Sammlung und Kontrolle des Sickerwassers und des Deponiegases erfolgt zukünftig über acht Gas-  und drei Sickerwasserbrunnen.  Das zu reinigende Sickerwasser gelangt  mittels Druckrohrleitung zur Sickerwasseranlage an der Lipplinger Straße. Das Gas soll, wenn Menge und Methangehalt  stimmen,  verstromt  und  die Wärme in der Sickerwasseranlage genutzt werden.
 
Mit  dem  Ausbau  der  Gasbrunnen  wurde  im  Mai 2010 begonnen. Hierzu wurden bis zu 15 m Boden sowie 15 m Abfall durchbohrt.  
 
Die   Bauphase, ohne Anpflanzung  der   Gehölze, wurde   im   Sommer   2011   abgeschlossen.   Zur Oberflächenabdichtung  der  Deponie  an  der Ziegeleistraße investiert die GEG ca. 2,5 Mio. €, die aus Rückstellungen  finanziert    wurde.    Nach Abschluss  der  Dichtungsbaumaßnahme  soll  eine Photovoltaikanlage errichtet werden.
 

Leistungen der API:
 

  • Erstellung einer Gefährdungsabschätzung
  • Erstellung des Stilllegungskonzeptes
  • Erstellung der Genehmigungsunterlagen gemäß HOAI Leistungsphasen 3+4
  • Durchführung der Ausführungsplanung etc. gemäß HOAI Leistungsphasen 5 bis 8
  • Durchführung der örtlichen Bauüberwachung
  • Durchführung der geotechnischen Beratung
  • Durchführung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination
  • Durchführung der Arbeits- und Emissionsschutzmaßnahmen gemäß BGR 128/TRGS 524

 

Autor: Dipl.-Ing. Detlef Asmus

Projektbeiteiligte der API: Dipl.-Geogr. Bernd Wallentowitsch, Dipl.-Ing. Rainer Richter, Dipl.-Ing. Rolf Woltering

 

 

 

News

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Veröffentlichung im bbr - Jahresmagazin 12/2013.

 

 


 

 

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